Vom Studenten zum Facharzt

Fachliteratur wälzen - Freizeitbeschäftigung!

Wenn er das erste Mal den Hörsaal betritt, stehen dem Studienanfänger in Medizin noch mindestens elf Jahre bevor, bis er seine Facharztanerkennung in Händen hält. Dabei hat er die erste große Hürde bereits genommen. Wer Medizin studieren will, braucht sehr gute Noten – oder muss lange auf einen Studienplatz warten. Die Approbationsordnung für Ärzte gibt die Grundstruktur des etwa sechsjährigen Studiums vor. Es besteht aus zwei Abschnitten, die jeweils mit einer Prüfung enden: In den ersten beiden Studienjahren, dem vorklinischen Studium, lernen die angehenden Mediziner, wie ein gesunder Mensch funktioniert.

Der zweite, klinische Abschnitt vermittelt praktische Grundlagen der Medizin. Es umfasst auch ein „Praktisches Jahr“. 

Nach Studienabschluss können die Mediziner ihre Zulassung zum Arztberuf, die Approbation, beantragen. Nur wer approbiert ist, darf den Beruf als Arzt ausüben. Durch Weiterbildung in einem Fachgebiet kann sich ein Arzt spezialisieren. Die Weiterbildung zum Facharzt dauert je nach Fach etwa fünf bis sechs Jahre.

Die Berufsanerkennung ist innerhalb der EU vergleichbar. Die deutsche Arztausbildung hat einen sehr guten Ruf. Ein Indiz dafür ist der mit elf Prozent hohe Anteil ausländischer Studenten in der Humanmedizin.

Die Ausbildung lebt vom stetigen Austausch mit erfahrenen Experten