„Ich kann früh Schaden abwehren“

Dr. Eicke Büschen, Kinderarzt

Er streicht ihm sanft über Kopf und Rücken, hält ihn an den Fingern, hört seinen Herzschlag ab. „Der ist ja superruhig“, staunt Dr. Eicke Büschen. Sogleich beweist Henry lautstark das Gegenteil. „Ich hab’ ja gesagt, dass der dich ärgern würde“, flüstert Papa Mario seinem Sohn zu.

Ärgern? Weit gefehlt! Dass Henry sich über die Behandlung beschwert, findet der Kinderarzt gut. „Das belegt seine Widerstandskraft“, sagt der 33-Jährige. Bei der Neugeboren-Basisuntersuchung „U 2“ schaut sich Büschen ganz genau den Allgemeinzustand des Babys an, prüft Reflexe, Herz- und Lungenfunktion. Und er überreicht und erläutert ein wichtiges Dokument: das gelbe Heft, in dem die Untersuchungen aufgelistet sind, die für Henry in den kommenden Monaten und Jahren wichtig sind.

Der junge Mediziner nennt seine Arbeit mit Kindern „genial“. „Ich kann früh Schaden abwehren in meinem Beruf, das ist das Tolle.“ Auf der Geburtsstation wirkt Büschen eher im Hintergrund. Er ist zur Stelle, sollte es zu Komplikationen kommen. Das ist bei Henry nicht der Fall. „Du kannst dich jetzt wieder anziehen“, witzelt er.